Rheinberg. Einen Teil der Gebühren, die der Deichverband Duisburg-Xanten aktuell auch
in Rheinberg erstmals erhebt, wird von der RAG übernommen. Darauf weisen der
Rheinberger Bürgermeister Philipp Richter und der SPD-Landtagsabgeordnete René
Schneider jetzt hin.
Viele Hauseigentümer überrascht der Gebührenbescheid aktuell. Damit setzt der
Deichverband um, was er vor vier Jahren bereits angekündigt hat, nachdem ein
Gutachten festgestellt hatte, dass der Deichabschnitt viele Grundstücke auch in
Rheinberg schütze. „Die Bezirksregierung hat danach zugestimmt, dass auch diese
Eigentümer eine Gebühr bezahlen müssen“, erklärt Schneider und ergänzt: „Weil aber
der Bergbau daran schuld ist, dass durch Bergsenkungen viele ehemals sichere
Grundstücke nun geschützt werden müssen, sollte sich die RAG an den Kosten
beteiligen.“ Diese Forderung hatte Schneider bereits im Oktober 2021 an die RAG
gestellt – unterstützt von kommunalen Vertretern der SPD. Mit Erfolg, erklären Schneider
und Richter. „Nach langen Verhandlungen ist es gelungen, dass sich die RAG je nach
Lage des Grundstücks an den Kosten beteiligt. Dafür müssen sich Betroffene direkt an
das Unternehmen wenden“, sagen beide Politiker, die sich eine einfachere Abwicklung
gewünscht hätten.
So können Schneider und Richter nur jedem einzelnen Empfänger eines
Gebührenbescheids dazu raten, sich direkt an die RAG zu wenden. Dies geht per E-Mail
([email protected]) oder telefonisch (0800/ 27 27 271). „Ein Dreizeiler mit Bitte um
Prüfung reicht völlig aus. Dann muss die RAG tätig werden“, sagt Richter. Aktuell
wundert viele Bürgerinnen und Bürger zudem, dass manche ihrer Nachbarn noch keinen
Gebührenbescheid erhalten haben. Dies hänge damit zusammen, dass eine Vielzahl an
Daten erstmals verarbeitet werde und deshalb nicht alle Bescheide gleichzeitig auf den
Postweg gegangen seien
