SPD Rheinberg fordert mehr politische Beteiligung für Kinder und Jugendliche

 

Die SPD-Fraktion Rheinberg setzt sich für mehr Beteiligung von Kindern und Jugendlichen vor Ort ein. 

Mit einem Antrag im Jugendhilfeausschuss fordert die SPD die Entwicklung und Umsetzung neuer Beteiligungsformate im Rahmen der Kinder- und Jugendarbeit. 

 

Grundlage dafür ist ein klar formulierter Wunsch aus den Schülervertretungen der Europaschule Rheinberg und des Amplonius-Gymnasiums: Politik soll nicht nur im Unterricht behandelt, sondern konkret vor Ort erlebbar werden.  

 

Bereits im Kommunalwahlkampf setzte die SPD Rheinberg bewusst auf mehr Beteiligung der Bürger*innen und initiierte mit dem „Rheinberg-Check“ ein digitales Beteiligungsformat. Bürger*innen konnten dort unkompliziert angeben, wie zufrieden oder unzufrieden sie beispielsweise mit Spielplätzen, Radwegen oder anderen kommunalen Angeboten und Entwicklungen sind. 

Auch im Wahlprogramm der SPD nimmt die stärkere Einbindung der Bürger*innen einen hohen Stellenwert ein. 

Für die Sozialdemokrat*innen ist dabei klar: Beteiligung beginnt nicht erst im Erwachsenenalter, sondern bereits bei Kindern und Jugendlichen.

 

„Demokratie lebt davon, dass Menschen sich einbringen können und das muss früh gelernt und erlebt werden. Kinder und Jugendliche müssen die Möglichkeit haben, ihre Anliegen einzubringen und ihre Stadt aktiv mitzugestalten“, erklärt Brigitte Prumbohm, Sprecherin der SPD-Fraktion im Jugendhilfeausschuss.

 

Die SPD hat im Antrag bewusst darauf verzichtet, konkrete Formate abschließend vorzugeben. Lediglich das frühere „Speed-Debating“ aus dem Jahr 2017 wurde als mögliches Beispiel genannt. Ziel sei es ausdrücklich, Raum für neue Ideen und zeitgemäße Ansätze zu schaffen.

 

„Beteiligung funktioniert nur dann wirklich, wenn Formate entwickelt werden, die Kinder und Jugendliche tatsächlich ansprechen, Formate, auf die sie Lust haben. Das können wir Erwachsenen nicht einfach für sie entscheiden. Deshalb müssen diese Angebote gemeinsam mit jungen Menschen, Schulen und der offenen Jugendarbeit entwickelt werden. Außerdem ist es uns wichtig, nicht nur schulische Angebote zu schaffen, sondern auch offene und niedrigschwellige Formate für alle Kinder und Jugendlichen“, ergänzt Fraktionsvorsitzende Claudia von Parzotka-Lipinski. 

 

Im Ausschuss wurde vorgeschlagen, die Entwicklung solcher Beteiligungsformate zunächst im Rahmen des Kinder- und Jugendförderplans weiter zu beraten. Hier ist auch das Fachwissen der Verwaltung gefragt. Die SPD macht jedoch deutlich, dass Beteiligung nicht auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden dürfe.

 

„Wir wollen Beteiligung jetzt schaffen und nicht erst irgendwann später. Kinder und Jugendliche brauchen heute Möglichkeiten, sich einzubringen und gehört zu werden. Demokratische Teilhabe darf nicht aufgeschoben werden“, so Prumbohm abschließend.

 

Mit dem Antrag möchte die SPD Rheinberg einen nachhaltigen Prozess anstoßen, der politische Bildung stärkt, demokratische Kompetenzen fördert und jungen Menschen zeigt, dass ihre Stimme in Rheinberg zählt.